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Ankündigungen und Stellungnahmen


Produkte

05.02.2015 - PFC in Outdoor-Produkten – eine Balance zwischen Funktion und Ökologie

Wozu werden PFC bei Outdoor-Produkten eingesetzt?

Outdoor-Produkte sind insbesondere wegen ihrer wasser- und schmutzabweisenden Funktionalität so beliebt. Diese Funktionalität wird mit Hilfe chemischer Substanzen erreicht: Sie werden bei der Herstellung des textilen Materials auf die Oberfläche aufgebracht und sorgen dafür, dass Wasser und Schmutz von den Produkten abperlen. Durch diese sogenannte Durable Water Repellency (DWR) werden textile Oberflächen dauerhaft imprägniert. Ohne diese Behandlung würde sich der Oberstoff schneller mit Regenwasser vollsaugen, was für die Benutzer trotz wasserdichter Membran zu einem klammen, feuchten Gefühl beim Tragen führen kann. Bisher wurden in der Outdoor-Branche hauptsächlich poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC oder auch Fluorcarbone) als DWR eingesetzt.

Wie schädlich sind PFC?

PFC sind seit langem als kritisches Thema bei Outdoor-Produkten bekannt. Die am stärksten kritisierte Substanz unter den PFC heißt PFOA (Perfluoroctansäure). Dieser Stoff kommt in der Natur nicht vor, wurde aber selbst in der Antarktis bereits nachgewiesen. Diese Substanz ist giftig, reichert sich im Körper an, ohne sich wieder abzubauen und steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Wie verbreitet sind PFC?

PFC werden bei der Herstellung zahlreicher Produkte unseres alltäglichen Lebens eingesetzt, u. a. in Antihaft-Bratpfannen, Teppichen, bei Feuerlöschschaum, aber auch in Arbeitsschutzkleidung im medizinischen Bereich. Die gesamte Outdoor-Branche verursacht dabei nur einen Bruchteil der weltweit freigesetzten PFC.

VAUDE steigt bis 2020 komplett aus PFC aus – was haben wir bisher erreicht?

VAUDE befasst sich schon seit vielen Jahren aktiv mit der Vermeidung von PFC und sucht mit Hochdruck nach Alternativen. Dieses Thema hat bei VAUDE höchste Priorität, ist Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und wird von Experten begleitet.

VAUDE hat sich freiwillig verpflichtet, sämtliche Produkte aus allen Bereichen bis spätestens 2020 vollständig PFC-frei herzustellen. Als bluesign® Systempartner gilt für VAUDE Produkte schon seit über zehn Jahren die bluesign® Restricted Substance List, die auch die Verwendung von PFC stark reguliert und strenge Grenzwerte für Produkte vorgibt. Wir arbeiten intensiv, in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten und den Herstellern der Textilchemikalien, an umweltfreundlichen PFC-freien Alternativen. So haben wir bereits wichtige Erfolge erzielt:

  • Seit 2010 setzt VAUDE ausschließlich PTFE-freie Membranen ein, für deren Herstellung kein PFC benötigt wird. Mit der Sympatex®-Membran aus Polyetheresther (PE) und der hauseigenen Ceplex-Membran aus Polyurethan (PU) bietet VAUDE PTFE-freie Alternativen mit hervorragender Funktionalität.
  • Seit 2014 ist die VAUDE Bekleidung komplett PFOA-frei.
  • Ab der Sommerkollektion 2015 (ab Frühjahr 2015 im Handel erhältlich) werden alle wasserabweisenden Bekleidungsmodelle PFC-frei sein. Diese sind mit dem Eco-Finish-Symbol gekennzeichnet.

Ab der Kollektion Winter 2015/16 sind PFC-haltige Produkte von der VAUDE Green Shape Garantie ausgeschlossen, deren Anforderungen insgesamt verschärft wurden.

Die Anteile der PFC-freien Produkte in den Bekleidungskollektionen der jeweiligen Saison:

Welche Schwierigkeiten gibt es – wie geht es weiter?

Wir stellen auch die DWR-Ausrüstungen unserer wasserdichten Bekleidung Schritt für Schritt auf PFC-frei um. VAUDE unternimmt seit Jahren große Anstrengungen, um auch in diesem Bereich alle Modelle so schnell wie möglich PFC-frei anzubieten. Die große Herausforderung ist dabei, die richtige Balance zwischen Funktion und Ökologie zu finden. Das ist zuweilen ein großer Spagat. Als Outdoor-Hersteller sind wir unseren Kunden gegenüber verpflichtet, den VAUDE Qualitätsanspruch zu bieten. Auch PFC-freie, wasserdichte Bekleidung muss diesen Ansprüchen an die Funktionalität gerecht werden. Konkret heißt das: Wenn wir eine wasserdichte Jacke verkaufen, sollte das Wasser abperlen – der Oberstoff darf sich nicht vollsaugen. Das erwarten unsere Kunden als Selbstverständlichkeit – auch von einem umweltfreundlichen Produkt. Eine höhere Qualität bedeutet gleichzeitig eine längere Nutzungsdauer der Produkte, somit weniger Bedarf an neuen Produkten und so eine insgesamt höhere Nachhaltigkeit.

Ein Blick hinter die Kulissen: Mit hohem finanziellem und personellem Aufwand engagieren wir uns seit Jahren für die Entwicklung PFC-freier Ausrüstung für wasserdichte Bekleidung. Seit Jahren testet VAUDE alle am Markt erhältlichen PFC-freien Ausrüstungen für wasserdichte Bekleidung auf ihren Abperl-Effekt. Wir arbeiten dabei sehr eng mit den Material-Herstellern zusammen. Voraussetzung für die Einführung einer  neuen Technologie ist zunächst eine aufwändige Prozessumstellung bei allen beteiligten Partnern in unserer Lieferkette, die wir eng begleiten und vorantreiben: sowohl bei den Herstellern der Ausrüstungs-Chemikalien als auch bei den Stoffherstellern, den Textilausrüstern und den Produzenten. Dadurch gewinnt die Entwicklungsarbeit an Fahrt. Wir haben bereits eine hohe Prozesssicherheit in der Anwendung dieser neuen Technologie und gute Erfolge erzielt. Trotzdem müssen wir auch immer wieder Rückschläge verkraften. Für die kommende Saison hatten wir bereits ein Drittel der wasserdichten Kollektion mit einer neuen PFC-freien Ausrüstung, die während der Entwicklungsphase sämtliche Test bestand, eingeplant. Die fertig produzierten Muster fielen dann jedoch im Test durch: Der Oberstoff saugte das Wasser auf (siehe rechtes Bild unten).

Für unsere wasserdichte Bekleidung verwenden wir daher momentan in den meisten Fällen noch eine PFC-haltige (C6) DWR, die allerdings PFOA-frei ist. Wir nutzen die C6-DWR ausschließlich als Zwischenschritt („Brückentechnologie“) zum kompletten Ausstieg aus PFC.

Folgendes Beispiel zeigt eine PFC-freie Alternative, die im Test keine zufriedenstellende wasserabweisende Funktion zeigte:

Wichtig ist, dass jeder Kunde mit Hilfe kompetenter Beratung das richtige Produkt mit der angemessenen Funktionalität für seinen jeweiligen Einsatzzweck auswählt. Entscheidend für den Erhalt der Funktionalität ist die richtige Pflege der Produkte – darüber sollte er beim Kauf informiert werden. Um den Fachhandel hierbei zu unterstützen, bietet VAUDE Schulungsunterlagen, die über das Thema PFC wie auch über die optimale Pflege und umweltfreundliche Nachimprägnierung informieren.

Auf Branchen-Ebene erfolgreich gegen PFC

VAUDE hat sich mit großem Engagement dafür eingesetzt, dass auch andere Outdoor- und Sport-Hersteller das Thema aufgreifen. Denn als einzelne Outdoor-Marke wäre unser Einfluss auf die Chemie-Industrie gering. Mittlerweile ist das Bewusstsein in der Outdoor-Branche stark gewachsen – viele Outdoor-Marken ziehen an einem Strang. Gemeinsam haben wir, mit Unterstützung der Branchenverbände BSI und EOG, neue Anforderungen an die Chemie-Industrie gestellt. Es ist uns gelungen, die Material-Hersteller davon zu überzeugen, die Entwicklung umweltfreundlicher Alternativen zu PFC voranzutreiben. Damit sind wir auf Branchenebene einen Riesenschritt vorangekommen – die ganze Wertschöpfungskette arbeitet nun an dieser Problematik zusammen. So haben wir den Weg für eine übergreifende Entwicklung weiterer, neuer PFC-freier Materialien bereitet. Diese laufen derzeit auf Hochtouren, erfordern aber, wie alle Innovationen, eine gewisse Entwicklungszeit, ein großes Know-how und viel Erfahrung. Weitere Fortschritte erwarten wir zur ISPO 2015: Die Chemie-Lieferanten haben angekündigt, dort die nächste Generation PFC-freier DWR-Ausrüstungen vorzustellen. Sowohl wir bei VAUDE als auch unsere Zulieferer verfolgen diese Entwicklungen sehr genau und stehen in den Startlöchern, diese neuen Technologien so schnell wie möglich in die Praxis umzusetzen.

Auch die „Detox-Kampagne“ von Greenpeace hat dazu beigetragen, das PFC-Thema in der Öffentlichkeit zu fokussieren, den Druck auf die Industrie zu erhöhen und damit die Entwicklung mit anzutreiben.

Neben sicheren und umweltfreundlichen Produkten setzt sich VAUDE für eine Vielzahl von anderen Nachhaltigkeitsthemen ein, etwa die Klimaneutralität des gesamten Unternehmens oder faire Sozialstandards in der Produktion als Mitglied der Fair Wear Foundation. Wir berichten darüber transparent und selbstkritisch in unserem Nachhaltigkeitsbericht (GRI 4 Standard):

Nachhaltigkeitsbericht

22.12.2014 - ABS RÜCKRUF - RÜCKRUF VON STAHLPATRONEN UND ABS TWINBAG SYSTEMEN

Hier findest Du alle wichtigen Informationen, die den sofortigen Rückruf der europäischen Stahlpatronen und der ABS Twinbag-Systeme  betreffen und erklären Dir, was  Du tun musst, um Deine ABS Produkte überprüfen zu lassen. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die dadurch für Dich entstehen können.

Der Produzent und Abfüller der ABS Stahlpatronen hat Probleme im Befüllungsprozess festgestellt: Demnach könnten bereits ausgelieferte Stahlpatronen während der Befüllung mit Bearbeitungsrückständen verunreinigt worden sein. Diese Partikel können das ABS-System bei zukünftigen Auslösungen unter Umständen blockieren. Dieses vom Zulieferer verursachte Problem ist bisher bei drei Trainingsauslösungen aufgetreten.

ZUM RÜCKRUF-FORMULAR

Betroffen vom Rückruf sind:

  • alle europäischen ABS Auslöseeinheiten Stahl (Stahlpatrone+Griff) mit einem Befülldatum bis zum 02.12.2014
  • ABS Rucksäcke mit integriertem Twinbag System (Doppelairbag), die seit 1996 auf dem Markt sind, auch ABS Inside-Partner Modelle (Bergans, Dakine, Deuter, Haglöfs, Ortovox, Salewa, The North Face, Vaude)

Nicht vom Rückruf betroffen sind:

  • Carbonpatronen
  • Stahlpatronen mit einem Befülldatum ab dem 03.12.2014
  • ABS Mono-Airbags

ERWEITERTE SERVICE HOTLINE:

  • Wir haben eine Service-Hotline eingerichtet, die bis auf weiteres von 08.00 Uhr morgens bis 18 Uhr abends von Montag bis Sonntag besetzt ist und Deine Fragen rund um den Rückruf beantwortet: +49-89-898789-66
  • Natürlich kannst Du uns auch eine Email an service@abs-airbag.com schreiben, die wir schnellstmöglich beantworten.

WAS IST ZU TUN?

Wenn Du vom Rückruf betroffene Produkte hast, folge bitte diesen Anweisungen:

  • fülle das Rückruf-Formular aus und sende es ab. Du bekommst daraufhin umgehend eine Bestätigungs-Mail mit Deiner Vorgangsnummer sowie innerhalb von 24 Stunden einen Versandaufkleber von DHL per Email zugeschickt
  • Verpacke Deine Produkte in ein Paket, bitte achte darauf dass der Rucksack komplett leer ist, ohne Schaufel, Sonde etc. und bringe den DHL Versandaufkleber darauf an. Die Versandkosten werden nur von uns übernommen, wenn der Aufkleber auf dem Paket ist. Bitte habe Verständnis, dass unfreie Pakete von uns nicht entgegengenommen werden können
  • Deine Produkte werden vom ABS Fachkräften genau überprüft. Sollten Deine Produkte vom Rückruf betroffen sein, werden sie entsprechend repariert oder ersetzt.
  • Für Kunden aus der Schweiz und Norwegen: Bitte Proforma-Rechnung hier herunterladen, ausfüllen und von außen ans Paket anbringen
  • Für Kunden aus Norwegen, Finnland und Schweden: Bitte löse Deinen ABS Rucksack mit der Stahlpatrone aus und sende diesen zusammen mit der leeren Stahlpatrone mit dem DHL Etikett zurück. Die leere Stahlpatrone ist nicht als Gefahrgut eingestuft und kann daher mit DHL transportiert werden.
    Wenn nur Deine Stahlpatrone vom Rückruf betroffen ist und nicht Dein ABS-System kontaktiere bitte unseren Kundenservice unter: info@abs-airbag.com.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Rückruf von Stahlpatronen und ABS TwinBag-Systemen
Der Lawinenairbaghersteller ABS reagiert auf eine von seinem Zulieferer verursachte Fehlerquelle mit einer sofortigen Rückrufaktion: Alle im Umlauf befindlichen europäischen Stahlpatronen (schwarz) mit Befülldatum vor dem 03. Dezember 2014  müssen ausgetauscht werden. Beim Befüllungsprozess durch den Zulieferer könnten Bearbeitungsrückstände in die Patrone gelangt sein, die  das Airbag-System bei einer zukünftigen Auslösung blockieren. Daher sind auch alle Rucksäcke mit ABS TwinBag-Systemen (Doppelairbags), die jemals mit einer Stahlpatrone ausgelöst wurden, zur Überprüfung an ABS einzusenden. Nicht betroffen sind ABS Carbonpatronen und ABS Monoairbags.

Der Produzent und Abfüller der Stahlpatronen, die in Airbag-Systemen zum Einsatz kommen, hat ABS darüber informiert, dass im Zuge des Befüllungsprozesses die gelieferten Stahlpatronen möglicherweise mit Bearbeitungsrückständen verunreinigt worden sind. Diese Partikel können das ABS-System bei der Auslösung unter Umständen blockieren. Dieses vom Zulieferer verursachte Problem ist bisher bei drei Trainingsauslösungen aufgetreten.

ABS legt größten Wert auf die Qualität und die Sicherheit seiner Produkte. Deshalb ruft das bayerische Unternehmen alle europäischen Stahlpatronen, mit Befülldatum vor dem 3. Dezember 2014  zum Umtausch zurück. Das Befülldatum befindet sich  zusammen mit der Gewichtsangabe auf einem runden Aufkleber auf der Patrone.

Besitzer eines ABS TwinBag-Systems, das jemals mit einer europäischen Stahlpatrone ausgelöst wurde (bspw. bei Trainingsauslösungen), müssen ihre Lawinenrucksäcke zur Überprüfung an ABS zurücksenden. Eine Systemkontrolle ist erforderlich, weil bei einer früheren Auslösung des ABS-Systems die Bearbeitungsrückstände bereits ins System gelangt sein und somit eine weitere Auslösung beeinträchtigen oder gar verhindern können.
Rucksäcke mit ABS TwinBag-Systemen, die noch originalverpackt sind bzw. noch nie mit einer Stahlpatrone ausgelöst wurden, sind nicht betroffen und müssen nicht eingesendet werden; lediglich die Auslöseeinheit (Stahlpatrone + Griff) ist in diesem Fall an ABS zum Umtausch zu retournieren. Ebenso nicht betroffen sind ABS Monoairbags swoie ABS Carbonpatronen.

Der Handel wurde von ABS umgehend informiert, zusätzlich hat ABS eine Hotline für Händler und Endkonsumenten eingerichtet.

17.08.2012 - Vorsorglicher Rückruf Klettersteigsets

EDELRID ruft die Klettersteigsets Cable Lite, Cable Comfort, Brenta Comfort, Cable Lite 2.0, Cable Comfort 2.0, Cable Kit 4.0 und Cable Kit Xtra-Light Schuster vorsorglich vom Markt zurück.

Bei den EDELRID Klettersteigsets aus den Produktionsjahren 2010, 2011 und 2012 mit den Artikelnamen:

 

Name Artikelnummer Farbe der Karabineräste
Cable Lite 71694 Schwarz
Cable Lite 2.0 71673 Schwarz-Grün
Cable Comfort 71680 Schwarz
Cable Comfort 2.0 71674 Schwarz-Grün
Cable Kit 4.0 71682 Schwarz und Grün
Brenta Comfort 71676 Schwarz
Cable Kit Xtra-Light Schuster 71693 Schwarz

 

wurde festgestellt, dass die Bänder der elastischen Karabineräste bei starkem Gebrauch vereinzelt der Normanforderung nicht mehr entsprechen. Damit könnte die Schutzwirkung eines Klettersteigsets nicht mehr oder nur eingeschränkt gegeben sein, was im Falle eines Sturzes zu schweren Verletzungen bis zum Tod führen kann.

Bitte stellen Sie den Gebrauch der vom Rückruf betroffenen Klettersteigsets sofort ein.

Alle Inhaber der genannten Klettersteigsets werden gebeten, diese umgehend zur kostenlosen Überarbeitung an EDELRID zu senden oder bei Ihrem Fachhändler zur Weiterleitung an EDELRID abzugeben. Details zur Sendungsabwicklung finden Sie im Anhang. Unsere Fachhandelspartner werden über die Modalitäten der Rücksendung gesondert informiert.

 

Verleiher und Betreiber eines Verleih-Pools werden dringend aufgefordert, sämtliche vom Rückruf betroffenen Klettersteigsets einzusammeln. Durch gesicherte Verwahrung ist zu gewährleisten, dass diese nicht mehr in Gebrauch genommen werden können. Wir bitten Sie, die Klettersteigsets umgehend an uns zurückzusenden. Details zur Sendungsabwicklung finden Sie im Anhang.

 

Fachhändler werden gebeten, lagernde Neuware unverzüglich separat an EDELRID zu senden. Information zur retournierten Endkundenware erhalten Sie von unserem Vertrieb.

 

EDELRID bürgt für die Qualität und Sicherheit bei all seinen Produkten. Unsere Produkte werden unter Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen Normen entwickelt, zertifiziert, hergestellt und ausgeliefert. Um jegliches Risiko für die Anwender auszuschließen, rufen wir als Hersteller die oben genannten Produkte vorsorglich vom Markt zurück.

 

Mit diesem Rückruf reagiert EDELRID auf einen tödlichen Klettersteig-Unfall vom 05.08.2012 mit einem Verleih-Klettersteigset. Durch die damit verbundenen Untersuchungen wurde festgestellt, dass bei erhöhtem Verschleiß die Bänder der elastischen Äste geschwächt werden können. Die tatsächliche Unfallursache konnte bis zum Start des Rückrufs am 16.08.2012 weder von den mit der Aufklärung beauftragten Sachverständigen noch von EDELRID selbst abschließend ermittelt werden.

 

 

Vom Rückruf betroffen sind alle Chargen der oben genannten Klettersteigsets:

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Nicht vom Rückruf betroffen sind die EDELRID Klettersteigsets Cable Vario, Cable Ultralight, Cable Ultralight 2.0, Cable Kit, Cable Kit 2.0, Cable Kit 3.0, Brenta Lite, Brenta de Luxe.

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Sollten sie im Besitz eines der betroffenen Klettersteigsets sein, so haben Sie folgende Möglichkeiten für die Rücksendung:

 

1. Vorzugsweise Rückgabe bei Ihrem Fachändler vor Ort, der die weitere Abwicklung für Sie übernehmen wird.

 

2. Rücksendung an den EDELRID Kundenservice:

Für Kunden aus dem EU-Raum:
EDELRID GmbH & Co. KG Achener Weg 66 88316 Isny Deutschland
Für Kunden aus der Schweiz:
UB Sports GmbH Einsiedlerstr. 533/535 8810 Horgen Schweiz
Für Kunden aus Großbritannien:
DB Outdoor Systems Ltd. Merced Building, Parkside Buisiness Park Kendal, Cumbria, LA9 7 EN United Kingdom

Bitte verwenden Sie das von uns vorbereitete Rücksendeformular.

RÜCKSENDEFORMULAR EU RÜCKSENDEFORMULAR CH RÜCKSENDEFORMULAR UK

 

 

EDELRID wird jedes eingehende Klettersteigset einer sicherheitstechnischen Überprüfung unterziehen, die Karabineräste ersetzen und das Klettersteigset so schnell wie möglich an Sie zurücksenden.

 

Wir sind uns der Umstände und Auswirkungen bewusst, die wir durch diese Maßnahmen verursachen, und entschuldigen uns bei Ihnen.

 

Die Sicherheit unserer Kunden ist unser wichtigstes Anliegen. Eine sichere und rasche Lösung des Problems wurde in Kooperation mit neutralen Sachverständigen erarbeitet und wird mit allen Kräften umgesetzt.

 

Bei Fragen zum Rückruf kontaktieren Sie uns bitte:

Email:
recall.cable@edelrid.de
Telefon: +49 (0) 7562 981 – 239 (Montag bis Donnerstag 08.00 bis 17.00 Uhr, Freitag 08.00 bis 16 Uhr)

 

Wie danken für Ihr Verständnis,

Ihr EDELRID Team, 16.08.2012

 

EDELRID GmbH & Co. KG, Achener Weg 66, 88316 Isny, Deutschland

03.05.2012 - Freiwilliger Rückruf der Kindertrage Kenta

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VAUDE gibt den freiwilligen Produktrückruf der Kindertragen Kenta und Kenta Plus bekannt. Wir haben festgestellt, dass bei den Exemplaren ein Verarbeitungsfehler vorliegen kann, der unter Umständen ein sicherheitsrelevantes Problem darstellt.

Aufgrund eines fehlerhaft vernähten Schnallenbandes kann unter Belastung die seitliche Lastpositionierung ausreißen, was eine ungenügende seitliche Stabilisierung des Kindes bedeutet. Im schlimmsten Fall kann dabei das Kind aus der Trage herausfallen und sich verletzen. Um eine Gefährdung auszuschließen, hat sich VAUDE nach eingehender Prüfung für den freiwilligen Rückruf aller Kenta Tragen entschieden.

VAUDE bürgt für die Qualität und Sicherheit bei all seinen Produkten. Unsere Kindertragen werden nach strengsten Prüfkriterien entwickelt, durch den TÜV Süd geprüft und abgenommen und unterliegen weiteren internen Qualitätskontrollen. VAUDE ist sich seiner besonderen Sorgfaltspflicht im Bereich Kindertragen bewusst. Um jegliches Risiko für die Anwender auszuschließen, rufen wir als Hersteller daher vorsorglich die 2010 neu auf den Markt gekommenen Modelle der Kenta und Kenta Plus zurück.

Dieser Rückruf betrifft ausschließlich die Kindertragen-Modelle Kenta (Artikel-Nr. 10427) und Kenta Plus (10428) in den Farben rot/weinrot (-259), braun/mocca (-697), schwarz (-010). Der Produktname ist auf der Trage im unteren Teil aufgedruckt.

Andere Kindertragen von VAUDE sind von dem Qualitätsmangel nicht betroffen.

Wenn Sie im Besitz der genannten Kindertragen Modelle sind, möchten wir Sie bitten diese umgehend bei Ihrem Händler zurückzugeben oder dorthin zurück zu senden, da die Rücknahme über die VAUDE-Händler erfolgt. Die Händler sind entsprechend informiert worden, um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten. Als Ausgleich bieten wir Ihnen den kostenlosen Umtausch in ein gleichwertiges Modell an.

Für weitere Fragen betreffend der Rückgabe, Identifizierung und Abwicklung des Umtausches ist eine Service-Hotline unter 07542-5306-5980 eingerichtet.

• Was ist der Mangel? Aufgrund eines unsauber vernähten Schnallenbandes kann unter starker Belastung die seitliche Lastpositionierung ausreißen, was eine eingeschränkte seitliche Stabilisierung bedeutet. Um eine Gefährdung auszuschließen, hat sich VAUDE nach eingehender Prüfung für den freiwilligen Rückruf aller Kenta Tragen entschieden.

• Welche Tragen sind betroffen? Es sind ausschließlich die Modelle 10427 Kenta und 10428 Kenta Plus betroffen. Der Produktname ist deutlich auf der Trage im unteren Bereich aufgebracht.

• Ist meine Trage (alle außer Kenta und Kenta plus) sicher? Außer der Kenta Trage sind keine weiteren VAUDE Tragen von diesem Verarbeitungsfehler betroffen. Bei sachgerechter Nutzung gemäß Gebrauchsanleitung können alle anderen VAUDE Kindertragen gefahrlos verwendet werden.

• Gab es schon Unfälle mit der Kenta Trage? Nein, es sind bisher keine Unfälle mit der Kenta Kindertrage bekannt, bei denen jemand verletzt wurde.

• Seit wann ist das Problem bei der Kenta Kindertrage bekannt? Wir haben im April 2012 den Verarbeitungsfehler erkannt und sofort analysiert.

• Wie kann das trotz GS-Siegels passieren? Es handelt sich hierbei um einen verarbeitungsbedingten Qualitätsmangel und keinen konstruktionsbedingten Fehler. Solche verarbeitungsbedingten Qualitätsmängel werden bei der TÜV-Prüfung typischerweise nicht erkannt.

• Wird dieses Modell weiter produziert? Die VAUDE Kindertragen werden regelmäßig überarbeitet. Dieses Modell wird seit 2012 nicht mehr hergestellt. Wir werden das Modell nicht weiter vertreiben.

• Was lernt VAUDE aus diesem Vorfall? Unsere internen Abläufe werden kontinuierlich bewertet und verbessert. Aufgrund dieses Rückrufs werden alle unsere produktionsbegleitenden Qualitätsanforderungen, Dokumentationen und Prozesse nochmals überprüft und gegebenenfalls weitere vorbeugende Maßnahmen eingeleitet.

• Gibt es einen Umtausch durch VAUDE? Damit Sie sich weiterhin an unseren VAUDE Kindertragen erfreuen können, bietet Ihnen VAUDE an, die Trage kostenlos gegen eine andere VAUDE Kindertrage einzutauschen.

• Wohin mit meiner Kenta Trage? Alle Besitzer der genannten Kindertragen Modelle werden gebeten, diese umgehend zurückzugeben. Die freiwillige Rücknahme erfolgt über die offiziellen VAUDE-Händler im Sportfachhandel. Die Händler sind entsprechend informiert worden, um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten.

• Darf ich die Trage selbst entsorgen? Bitte schicken Sie Ihre Trage über den Händler an uns zurück. Nur so können wir die eingehenden Produkte nochmals analysieren und weitere Verbesserungspotentiale ermitteln. Durch Ihre Rücksendung haben wir die Möglichkeit, uns einen Überblick zu verschaffen, welche Produkte tatsächlich Qualitätsmängel aufweisen.

• Was macht VAUDE mit den zurückgeschickten Tragen? Nach ausführlicher Begutachtung wird VAUDE alle Kenta Tragen vernichten.

• Wer beantwortet mir weitere Fragen? Für weitere Fragen betreffend der Rückgabe, Identifizierung und Abwicklung des Umtausches ist eine Service-Hotline unter 07542-5306-5980 eingerichtet. Informationen zum Rückruf sind auch auf der Website unter kenta.vaude.com zu finden.

Email: service@vaude.com

Telefon: 07542-5306-5980 (Montag bis Freitag 09.00 bis 17.00 Uhr)


Ökologische und soziale Verantwortung

Stellungnahme Ökotest Fahrradtaschen, Ausgabe 4/15

Stellungnahme Ökotest Fahrradtaschen, Ausgabe 4/15 In der Ausgabe 4/2015 hat die Zeitschrift Öko-Test einen Test über Fahrradtaschen zur Befestigung am Gepäckträger veröffentlicht. Im Testfeld von insgesamt 10 Taschen unterschiedlicher Hersteller war auch die VAUDE... mehr lesen

Stellungnahme Ökotest Wanderrucksäcke, Ausgabe 5/15

Stellungnahme Ökotest Wanderrucksäcke, Ausgabe 5/15 Das Magazin ÖKO-TEST hat uns vorab über einen Test unseres Rucksacks VAUDE BRENTA 30 in der Farbe rot informiert, bei dem scheinbar Schadstoffbelastungen festgestellt wurden. Dazu möchten wir nachfolgend Stellung... mehr lesen

VAUDE Greenpeace Detox Commitment

VAUDE Greenpeace Detox Commitment VAUDE bekennt sich zu seiner Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte, inklusive sauberer und sicherer Herstellung in unserer Lieferkette. Wichtige Fragen und Antworten zum Abkommen: Als Europas nachhaltigster... mehr lesen
12.12.2013 - Stellungnahme zum Greenpeace Report „Chemie für Gipfelstürmer“

(12.12.2013) Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace kritisiert in ihrem aktuellen Report gefährliche Substanzen im Produktionsprozess von Outdoor-Produkten.

Wir begrüßen, dass Greenpeace erneut den Umgang mit Chemikalien bei der Herstellung von Outdoor-Produkten thematisiert. Insbesondere Fluorcarbone („PFC“) sind seit langem als kritisches Thema in der Outdoor-Branche bekannt (aber nicht nur hier, kritisch z.B. auch bei Antihaft-Bratpfannen, Feuerlöschschaum, Teppichen, etc.). Die gesamte Outdoor-Branche verursacht nur einen Bruchteil der weltweit freigesetzten PFC.

PFC werden bei Outdoor-Produkten in zwei Bereichen eingesetzt:

  • Als Hilfsmittel zur Herstellung von PTFE-Membranen
  • Als Imprägnierung des Oberstoffes, die Produkte wasser-, schmutz- und ölabweisend macht.

Wir befassen uns mit dem Thema Fluorcarbone schon seit Jahren und haben dazu immer offen kommuniziert, bspw. hier:

www.vaude.com/Verantwortung/Nachhaltigkeitsbericht

www.vaude.com/de_DE/materialien-technologien.asp

www.vaude.com/de_DE/nachhaltigkeitsbericht.asp

Schadstoffmanagement bei VAUDE:

VAUDE hat sich vor vielen Jahren auf den Weg gemacht, bis 2015 Europas nachhaltigster Outdoor-Ausrüster zu werden. Wichtiger Bestandteil der VAUDE Nachhaltigkeitsstrategie ist ein ganzheitliches  und systematisches Umwelt- und Qualitätsmanagement.

Das VAUDE Qualitätsmanagement beinhaltet ein strenges Schadstoffmanagement. Es umfasst weit mehr als die von Greenpeace kritisierten Substanzen.

VAUDE arbeitet seit über 10 Jahren intensiv mit bluesign® technologies zusammen. Der bluesign® Standard ist der strengste textile Standard für Umweltschutz, Verbraucherschutz und Arbeitssicherheit. Die VAUDE Restricted Substance List* entspricht den bluesign® Vorgaben, die wiederum die jeweils weltweit strengste Gesetzgebung zu kritischen chemischen Substanzen als Mindestanforderung hat. Wo keine gesetzlichen Grenzwerte existieren, legt bluesign® nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und Best Available Technology eigene Grenzwerte fest.

In weiten Teilen geht die VAUDE RSL daher über gesetzliche Anforderungen hinaus. So ist unsere RSL beispielsweise strenger als es die Europäische Chemikalien-Gesetzgebung REACh vorschreibt — auch was PFC betrifft.

* RSL Download hier:  www.vaude.com//out/documents/uploads/03%20VAUDE_RSL_March_2013.pdf

Die VAUDE-Position zu PFC:

VAUDE hat sich bereits vor Jahren für den konsequenten Ausstieg aus PFC entschieden.

Seit 2010 verarbeitet VAUDE ausschließlich PTFE-freie Membrane. Mit der Sympatex-Membran aus Polyetheresther (PE) und der hauseigenen Ceplex-Membran aus Polyurethan (PU) verarbeitet VAUDE PTFE-freie Alternativen mit hervorragender Funktionalität.

Bei Membranen ist VAUDE daher zu 100 % PFC-frei.

Die größere Herausforderung bezüglich PFC liegt jedoch bei der wasser-, öl- und schmutzabweisenden Ausrüstung von Materialien, der sogenannten DWR „durable water repellency“.

Ohne diese Ausrüstung lassen die Produkte Wasser und Schmutz nicht einfach „abperlen“, sondern saugen sich an der Oberfläche beispielsweise mit Regenwasser voll. Für den Benutzer kann das zu einem klammen, feuchten Gefühl beim Tragen führen (auch wenn die Wasserdichtigkeit  selbst durch die Membran gewährleistet bleibt).

Viele der derzeit für die Herstellung verfügbaren DWR können u.U. dazu führen, dass Rückstände von PFC in sehr geringen Mengen als Spurenverunreinigung im fertigen Produkt auftreten können.

Eine dieser kritischen Substanzen  ist  PFOA (Perfluoroktansäure). PFOA kann im Herstellungs-prozess von DWR auf Basis der sogenannten C8-Technologie entstehen und gilt als PBT-Substanz:  P = Persistent (baut sich nicht ab), B = Bioakkumulativ (reichert sich im Körper an), T = Toxisch (giftig). Bislang hat nur Norwegen einen Grenzwert für PFOA eingeführt (ab Juni 2014).

Greenpeace und das Deutsche Umweltbundesamt fordern daher völlig zu Recht, dass PFOA in die Europäische Chemikalien-Gesetzgebung REACh aufgenommen wird.

Ab 2014 wird VAUDE-Bekleidung zu 100 % ohne PFOA hergestellt.

Die sogenannte C6-DWR gilt zwar als weniger schädlich als C8, hat aber ebenfalls gravierende Umweltauswirkungen.

VAUDE nutzt die C6-DWR ausschließlich als Zwischenschritt („Brückentechnologie“) zum kompletten Ausstieg aus PFC.

Wir arbeiten mit Hochdruck und in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten und den Herstellern der Textilchemikalien daran, komplett aus der PFC-Technologie auszusteigen. Die größte Herausforderung besteht darin, Produkte ohne PFC, aber mit der Funktionalität, die am Markt gefordert wird, herzustellen.

Unser Ziel ist, spätestens bis 2020 alle VAUDE-Produkte PFC-frei herzustellen.

Details zu den von Greenpeace getesteten Produkten:

Getestet wurden die Kids Escape Light Jacket und die Womens Cheilon Stretch Jacket.

Die Kids Escape stammt aus einer Produktion im Mai 2012.

Die Womens Cheilon Stretch wurde bereits im Dezember 2011 produziert.

 

  1. PFC:
  • Beide Jacken verwenden eine Ceplex Membran, die zu 100 % PTFE-frei ist.
  • Beide Artikel sind mit einer C6-DWR ausgerüstet.
  • Die in beiden Jacken gefundenen Spurenverunreinigungen von PFC liegen deutlich unterhalb der Grenzwerte gemäß bluesign® und VAUDE RSL. Auch der künftig geltende norwegische Grenzwert (1 mµ/m2) wird weit unterschritten.
  1. NPE

NPE werden u.a. als Waschmittel während des frühen textilen Produktionsprozesses, z.B. bei der Herstellung von Fasern oder beim Waschen von Roh-Naturfasern wie Wolle eingesetzt.

Der bluesign® Standard definiert ein Verwendungsverbot von NPE bei der Textilherstellung. Der Grenzwert für Rückstände aus vorgelagerten Produktionsstufen liegt bei 100 mg / kg Textil.

Die bei der Cheilon Stretch Jacke gefundenen 19 mg / kg stellen aus Verbraucherschutzsicht kein Problem dar. Wir werden unseren Lieferanten erneut darauf hinweisen, dass NPE aus Vorstufen unbedingt zu vermeiden ist.

  1. Phthalate

Phthalate werden als Weichmacher für Kunststoffe eingesetzt. Einige Phthalate sind unter der EU-Chemikalien-Verordnung REACh geregelt (Grenzwert 0,1 % oder 1000 mg/kg).

Im bluesign® Standard ist der Einsatz von Phthalaten verboten. Für Rückstände, die unbeabsichtigt als Verunreinigungen im Produkt vorkommen können, gilt hier ein Grenzwert von 50 mg/kg.

Beide VAUDE-Produkte liegen deutlich unter diesem Grenzwert.

  1. Antimon

Antimonoxid und andere Antimonverbindungen werden zur Herstellung von Polyester benötigt.

In beiden VAUDE-Produkten wurde kein Antimon nachgewiesen.

  1. Organozinn

Zinnorganische Verbindungen werden u.a. als Katalysatoren eingesetzt.

In der bereits in 2011 hergestellten Cheilon Stretch Jacke wurden Organozinn-Verbindungen nachgewiesen. Der Wert für MOT überschreitet den Grenzwert der VAUDE RSL. Wir nehmen dieses Ergebnis sehr ernst, und befinden uns bereits mit unserem Lieferanten in der Klärung, woher das MOT stammt. In neueren Produktionen halten wir die VAUDE RSL bezüglich MOT ein.

Fazit:

Trotz der von Greenpeace gefundenen Spurenverunreinigungen an kritischen Substanzen sind beide Jacken gesundheitlich völlig unbedenklich und können bedenkenlos getragen werden.

Wir werden weiterhin intensiv daran arbeiten, dass VAUDE Produkte umweltverträglich hergestellt werden und für unsere Kunden sicher sind.

VAUDE – engagiert für (d)eine lebenswerte Welt

VAUDE bekennt sich gleichermaßen zu seiner ökonomischen, sozialen wie ökologischen Verantwortung. Als Bergsportausrüster liegt uns daran, das „Spielfeld“ unserer Kunden und Mitarbeiter zu schützen – die Natur.

Neben sicheren und umweltfreundlichen Produkten setzt sich VAUDE für eine Vielzahl von anderen Nachhaltigkeitsthemen ein, etwa die Klimaneutralität des gesamten Unternehmens, oder faire Sozialstandards in der Produktion als Mitglied der Fair Wear Foundation.

Wir berichten darüber transparent und selbstkritisch in unserem Nachhaltigkeitsbericht:

www.vaude.com/Verantwortung/Nachhaltigkeitsbericht

Stellungnahme zu den in VAUDE-Produkten gefundenen Substanzen

Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace kritisiert in ihrem aktuellen Report „Chemie für jedes Wetter“ gefährliche Substanzen im Produktionsprozess von Outdoor-Produkten.

Wir begrüßen diese Greenpeace-Kampagne ausdrücklich, weil sie öffentliche Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema lenkt. Wir erhoffen uns davon eine Bündelung der Branchen-Kräfte und eine Beschleunigung der technologischen Innovationen, die uns als mittelständischem Familienunternehmen in diesem Bereich allein bislang nicht gelungen sind.

Ergänzend zu unserer bereits vorliegenden Stellungnahme und FAQ von Ende Oktober möchten wir hier nun im Detail auf die in den getesteten VAUDE-Produkten gefundenen Substanzen eingehen.

Welche Produkte wurden getestet ?

Greenpeace hat folgende Produkte getestet:

  • Kids Escape Jacket
  • Womens Bike Escape Jacket III

Sowohl die Kids Escape als auch die Womens Bike Escape enthalten eine Ceplex-Membran aus Polyurethan (PU), die 100% frei von PFC ist.

Beide Artikel sind mit der sogenannten C8-DWR-Technologie ausgerüstet, damit Regen, Schmutz und Öl von ihrer Oberfläche abperlen. „DWR“ steht für „Durable Water Repellency“. Ohne diesen Abperl-Effekt saugt sich die textile Oberfläche beispielsweise mit Regenwasser voll, was für den Benutzer zu einem klammen, feuchten Gefühl beim Tragen führt.

Sind diese VAUDE-Produkte gesundheitsschädlich ?

Nein. Von den VAUDE-Produkten geht kein gesundheitliches Risiko aus. Die gefundenen Substanz-Konzentrationen sind sehr gering. Details zur Bewertung der einzelnen Messergebnisse siehe weiter unten.

Die Jacken können bedenkenlos getragen werden.

Um welche Substanzen geht es überhaupt ?

Greenpeace hat die Produkte auf verschiedene Substanzen getestet, wobei der Fokus der gesamten Studie auf Poly- und Perfluorierten Chemikalien (PFC) liegt.

Hierbei geht es insbesondere um

  • PFOS (Perfluoroktansulfonat)
  • PFOA (Perfluoroktansäure)
  • FTOH (Fluortelomeralkohole)

Was wurde konkret gefunden und wie sind die Ergebnisse zu bewerten ?

  1. PFOS

PFOS wurde in keinem der VAUDE-Artikel nachgewiesen.

  1. PFOA

PFOA ist ein Abbauprodukt, das bei der Herstellung von längerkettigen perfluorierten Chemikalien entstehen kann. Es kann als Spurenverunreinigung in DWR-Ausrüstungen wiedergefunden werden, die auf der sogenannten C8-Technologie basieren. PFOA wird nicht absichtlich eingesetzt.

PFOA unterliegt derzeit keinerlei gesetzlichen Regelung. Es gibt keine Grenzwerte für PFOA im fertigen Produkt. Greenpeace fordert daher völlig zu Recht, dass PFOA in die Europäische Chemikalien-Gesetzgebung REACh aufgenommen wird.

Der bluesign-Standard hat die Verwendung von PFOA komplett verboten. Er schreibt einen Grenzwert für evtl. entstehende Rückstände oder Spuren vor in Höhe von 0,05 mg/kg (Milligramm pro Kilogramm Textil). bluesign ist der weltweit strengste textile Standard für Umweltschutz, Verbraucherschutz und Arbeitssicherheit. VAUDE arbeitet seit 2001 mit bluesign zusammen.

In der VAUDE Kids Escape Jacket wurden PFOA-Spuren in Höhe von 0,576 µg/m2 (Mikrogramm = 1 Tausendstel Milligramm = 1 Millionstel Gramm pro Quadratmeter Textil) gefunden. Das entspricht 0,0048 mg/kg.*

In der VAUDE Womens Bike Escape wurden noch erheblich geringere PFOA-Spuren gefunden.

Damit liegen die PFOA-Spuren, die in der Kids Escape Jacket und in der Womens Bike Escape gefunden wurden, deutlich unterhalb der von bluesign vorgegebenen Grenze.

Greenpeace schreibt dazu in seinem Report:

„Die geringsten Konzentrationen an PFOA wurden in den Jacken von […], Vaude Women […] gefunden.“ (GP Report Seite 13).

 

FTOH

Fluortelomeralkohole (FTOHs) werden u.a. zur Herstellung von perfluorierten Ausrüstungen eingesetzt. Sie können als Spurenverunreinigungen im fertigen Produkt auftreten.

FTOHs unterliegen keinen gesetzlichen Grenzwerten. bluesign gibt als Grenzwert für die Summe aller verschiedenen FTOH-Substanzen im fertigen Produkt 50 mg/kg Textil vor.

In der VAUDE Kids Escape Jacket wurden 418,5 µg/mgefunden, was 3,51 mg/kg entspricht. In der Womens Escape Bike wurden 36,4 µg/m entsprechend 0,3 mg/kg gefunden.

Damit liegen beide VAUDE-Produkte weit unterhalb der bluesign-Grenzwerte.

Welche weiteren Substanzen werden von Greenpeace kritisch bewertet ?

  1. NPE (Nonylphenol Ethoxylate)

NPE werden u.a. als Waschmittel während des frühen textilen Produktionsprozesses, z.B. bei der Herstellung von Fasern oder beim Waschen von Roh-Naturfasern wie Wolle eingesetzt.

Ein Verbot von NPE in textilen Artikeln existiert in der EU nicht (anders als von Greenpeace angegeben). Der bluesign Standard definiert ein Verwendungsverbot von NPE bei der Textilherstellung. Sie lassen sich oft jedoch bereits als Rückstände aus vorgelagerten Produktionsstufen im Garn nachweisen.

In der Kids Escape Jacket wurden Spuren von NPE gefunden, wobei Greenpeace verschiedene Maßeinheiten für diesen Wert nennt und wir daher das Testergebnis momentan nicht abschließend bewerten können. VAUDE geht jedoch bereits gemeinsam mit bluesign der Quelle dieser Spurenverunreinigung nach.

In der Womens Bike Escape wurde kein NPE nachgewiesen.

  1. Phthalate (Weichmacher)

Phthalate werden als Weichmacher z.B. für PVC eingesetzt. Einige Phthalate sind unter der EU-Chemikalien-Verordnung REACh geregelt (Grenzwert 0,1 % oder 1000 mg/kg).

Im bluesign-Standard ist der Einsatz von Phthalaten verboten. Für Rückstände oder Spuren, die unbeabsichtigt als Verunreinigungen im Produkt vorkommen können, gilt bei bluesign ein Grenzwert von 50 mg/kg. Greenpeace gibt unterschiedliche Maßeinheiten der Testergebnisse für Phthalate an (teilweise mg/kg, teilweise µg/m2), weshalb eine genaue Bewertung der Ergebnisse nicht möglich ist.

Selbst wenn wir den höheren Wert der Rückstände zugrunde legen, liegen die VAUDE-Produkte bei Phthalaten deutlich unter den bluesign-Grenzwerten (Kids Escape 3 mg/kg, Womens Bike Escape 10 mg/kg).

  1. Antimon

Antimonoxid und andere Antimonverbindungen (nicht jedoch metallisches Antimon) werden zur Herstellung von Polyester benötigt. Greenpeace vergleicht die Giftigkeit von Antimon mit Arsen, was irreführend ist, da metallisches Antimon hier nicht vorliegt, sondern lediglich als Messparameter herangezogen wird.

Das Umweltzeichen „EU-Blume“ definiert für Antimon einen Grenzwert von 260 mg/kg Textil (Gesamtgehalt). Dieser Wert, der sich an der technischen Machbarkeit orientiert, wurde von bluesign als Grenzwert übernommen. Die EU-Blume ist ein freiwilliger Standard;  einen gesetzlichen Grenzwert gibt es nicht.

In der Kids Escape Jacket wurden 30 mg/kg, in der Womens Bike Escape Jacket 10 mg/kg Antimon gefunden.

Beide VAUDE-Produkte liegen mit diesen für handelsübliches Polyester recht niedrigen Werten weit unter den Grenzwerten von bluesign und der EU-Blume.

  1. Organozinn

Zinnorganische Verbindungen werden u.a. als Katalysatoren eingesetzt.

Eine Bewertung der von Greenpeace in ihrem Report angegebenen Werte ist momentan nicht möglich, da Greenpeace unterschiedliche Maßeinheiten angibt (µg/m2, kg/mg, mg/kg). Wir befinden uns derzeit in der Klärung der Fakten mit Greenpeace und haben auch eigene Tests beauftragt, deren Ergebnisse wir in den nächsten Tagen erwarten.

Sollte es sich um Angaben in mg/kg handeln, wären die Grenzwerte des bluesign Standards überschritten. Dies hätte zur Folge hätte, dass wir der Ursache für diese Verunreinigung in unser Lieferkette umgehend nachgehen würden.

Ein gesetzlich vorgeschriebener Grenzwert für zinnorganische Verbindungen wird nach unserem Wissen nicht überschritten.

  1. Isocyanate

Polymere, wie zum Beispiel Polyurethane (PU), aus dem die VAUDE Ceplex-Membran besteht, spalten bei höheren Temperatuten in Isocyanate. Diese Verbindungsgruppe ist bei bluesign streng geregelt.

Greenpeace gibt als Analyse-Methode das GC/MS-Verfahren an. Da hierbei Temperaturen von über 200 °C vorliegen, ist eine Rückspaltung in Isocyanate wahrscheinlich. Damit wäre das Ergebnis ein sogenanntes „falsch positives Ergebnis“.

Eine abschließende Beurteilung dieser Messwerte ist daher derzeit nicht möglich. Auch hier befinden wir uns aktuell in der Klärung mit Greenpeace.

Veranschaulichung der weiteren getesteten Substanzen

 

Um die gemessenen Konzentrationen in den beiden VAUDE-Produkten in Relation zum strengsten geltenden Grenzwert (bluesign) zu setzen, haben wir folgende grafische Darstellung erstellt. Daraus ergibt sich deutlich, dass die Substanzen nur in Spuren nachgewiesen wurden.

Von den VAUDE-Produkten geht keinerlei Gesundheitsgefahr aus.

* Umrechnung µg/m2 in mg/kg auf Basis des Flächengewichtes des verwendeten Materials. Beide hier getesteten VAUDE-Produkte verwenden das gleiche Material. Flächengewicht = 119 g/m2. Formelbeispiel:

100 μg/m2 ÷ 1000 = 0,1 mg/m2

0,1 mg/m2 ÷ 119 g/m2 = 0,00084 * 1000 = 0,84 mg/kg

04.02.2013 - Stellungnahme zur Pressemitteilung von Greenpeace „Outdoor-Marken verheimlichen Schadstoff-Informationen“

(04.02.2013) Wir begrüßen, dass Greenpeace das Thema Fluorcarbone („PFC“) in der Outdoor-Branche anprangert.

Warum begrüßt VAUDE die Greenpeace-Kampagne ?

Greenpeace trifft damit die Outdoor-Branche in einem „wunden Punkt“.

PFC sind in zwei Bereichen der Outdoor-Branche üblich: zum einen als Membran, zum anderen für eine Oberflächenbehandlung, die Produkte wasser-, schmutz- und ölabweisend macht.

PFC gelten bislang als Garant für die hohe Funktionalität von Outdoor-Produkten, sind aber seit langem als problematisch für Mensch und Umwelt bekannt. VAUDE treibt den Ausstieg der Branche aus PFC seit langem voran.

„Verheimlicht“ VAUDE Daten ?

Greenpeace wirft VAUDE vor, Testergebnisse zu verheimlichen. Richtig ist, dass das Umweltbundesamt u.a. eine VAUDE-Jacke aus der Kollektion 2007 getestet hat (Turnpike Jacket mit eVent Membran aus PTFE).

VAUDE hat sich bereits 2010 konsequent gegen jede Verwendung von PTFE-Membranen entschieden (siehe weiter unten). Die Turnpike Jacke entspricht bezüglich PFC definitiv nicht mehr der VAUDE Produkt-Philosophie (obwohl sie sämtliche Grenzwerte für PFC einhält, u.a. des bluesign Standards).

Um die Öffentlichkeit nicht durch nicht mehr repräsentative Werte aufgrund einer veralteten Technologie zu verwirren, haben wir das Umweltbundesamt gebeten, die Testergebnisse der Turnpike nicht zu veröffentlichen, ohne sie innerhalb der gesamten Studie in den korrekten Kontext zu setzen.

Die Testergebnisse liegen jedoch uns vor, und wir stellen sie gern zur Verfügung.

Die VAUDE-Position zu PFC:

VAUDE hat sich auf seinem Weg bis 2015 Europas nachhaltigster Outdoor-Ausrüster zu werden bereits vor Jahren, lange vor der Greenpeace-Detox-Kampagne, konsequent für den Ausstieg aus PFC und damit gegen die Verwendung von PTFE-Membranen entschieden (für deren Herstellung PFC benötigt werden). Seit 2010 verarbeitet VAUDE ausschließlich Membrane aus PE oder PU.

Mit der Sympatex-Membran aus Polyetheresther (PE) und der hauseigenen Ceplex-Membran aus Polyurethan (PU) verarbeitet VAUDE PTFE-freie Alternativen mit hervorragender Funktionalität.

Bei Membranen ist VAUDE daher zu 100 % PFC-frei.

Die Herausforderung bezüglich PFC liegt bei der wasser-, öl- und schmutzabweisenden Ausrüstung von Materialien, der sogenannten DWR „durable water repellency“. Die momentan am Markt üblichen DWR können u.U. dazu führen, dass Rückstände von PFC in den Produkten gefunden werden.

Eine der kritischen Substanzen, die als Spurenverunreinigung auftreten können, ist  PFOA (Perfluoroktansäure). Für PFOA gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert. Gemäß bluesign Standard darf PFOA in der Herstellung von Outdoor-Produkten nicht eingesetzt werden, für Rückstände definiert bluesign einen strengen Grenzwert. Der bluesign Standard ist der strengste textile Standard für Umweltschutz, Verbraucherschutz und Arbeitssicherheit (www.bluesign.com).

In der aktuellen VAUDE-Kollektion sind bereits 50 % der wasserabweisenden VAUDE-Produkte PFOA-frei. Bis 2014 wird VAUDE zu 100 % PFOA-frei sein.

Wir sehen diesen Meilenstein allerdings nur als einen Zwischenschritt auf dem Weg zum kompletten Ausstieg aus PFC an. Dies ist unser erklärtes Ziel. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Material-Lieferanten mit Hochdruck daran, unsere Produkte mit PFC-freier DWR auszurüsten. Im Gegensatz zu Membranen bieten PFC-freie DWR nach momentanem Stand der Technik noch keine gleichwertige Wasser-, Öl- und Schmutzabweisung.

Hier sind weitere Forschung und Tests erforderlich:  VAUDE ist eines der wenigen Unternehmen in der Outdoor-Branche, die diesen Prozess aktiv und mit großem Einsatz von Ressourcen vorantreiben. Der Druck von Greenpeace auf die gesamte Branche kann diesen Prozess beschleunigen.

VAUDE – engagiert für (d)eine lebenswerte Welt

Als erstes Unternehmen der Outdoor-Branche hat VAUDE ein Umweltmanagementsystem eingeführt und ist seit 2008 nach EMAS zertifiziert. Seit 2001 arbeiten wir eng mit bluesign technologies AG zusammen und stellen bereits über 80 % unserer Bekleidungskollektion gemäß bluesign Standard her.

Wir befassen uns auch mit dem Thema Fluorcarbone schon seit Jahren und haben dazu sowohl in unseren jährlichen Nachhaltigkeitsberichten, als auch auf unserer Website dazu offen und ehrlich kommuniziert, bspw. hier:

http://www.vaude.com/de_DE/materialien-technologien.asp

http://www.vaude.com/de_DE/nachhaltigkeitsbericht.asp

Darüber hinaus bearbeitet VAUDE eine Vielzahl von anderen Nachhaltigkeitsthemen, etwa die Klimaneutralität des gesamten Unternehmens, oder faire Sozialstandards in der Produktion als Mitglied der Fair Wear Foundation.

30.10.2012 - Stellungnahme zur Greenpeace Detox Kampagne

Zum Video: Stellungnahme zur Detox Kampagne mit Dr. Antje von Dewitz

(30.10.2012) Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace hat eine Kampagne gestartet, in der sie auf gefährliche Substanzen im Produktionsprozess von Outdoor-Produkten hinweist.

Greenpeace ist vor einigen Monaten auf uns zugekommen, weil wir uns sehr klar zum Thema Nachhaltigkeit positionieren, innerhalb der Outdoor-Branche beim Handel, Endverbraucher und in unseren Branchen-Verbänden dieses Thema vorantreiben und auch bezüglich Fluorcarbone Vorreiter sein wollen.

Wir begrüßen, dass Greenpeace seinen Fokus auf dieses Thema legt. Wir erhoffen uns dadurch Fortschritte bei der verfügbaren Technologie. Aus unserer Erfahrung wird diese Kampagne die Verfügbarkeit von ökologisch verträglichen Materialien und Verfahrensweisen am Markt erhöhen. Dies entspricht unserer Zielsetzung, die bisherigen Materialien zu ersetzen, ohne an Performance einzubüßen. Dies haben wir auch zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Sportartikelindustrie BSI und der darin organisierten Fachgruppe Outdoor in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 20.09.2012 deutlich gemacht.

Insbesondere wirft Greenpeace der Outdoor-Branche vor, poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC) zu verwenden. Diese fluororganischen Verbindungen werden bei der textilen Ausrüstung von Outdoorbekleidung, Schlafsäcken, Zelten und Schuhen eingesetzt. Mit ihrer wasser-, schmutz- und ölabweisenden Wirkung garantieren sie die hohe Funktionalität von Outdoor-Produkten.

Unsere Produkte stellen kein gesundheitliches Risiko dar und können bedenkenlos weiter getragen und gekauft werden.

Im Herstellungsprozess in den Produktionsländern, beim späteren Waschen des fertigen Produkts sowie bei der Produktentsorgung stellen PFC-Substanzen jedoch ein Risiko für Mensch und Umwelt dar. Sie reichern sich in der Umwelt und über die Nahrungskette im menschlichen Organismus an und sind nicht biologisch abbaubar.

VAUDE engagiert sich seit vielen Jahren proaktiv für Umweltschutz und soziale Verantwortung. Als erstes Unternehmen der Outdoor-Branche hat VAUDE ein Umweltmanagementsystem eingeführt und ist seit 2008 nach EMAS zertifiziert. Seit 2001 arbeiten wir eng mit bluesign technologies AG (www.bluesign.com) zusammen und stellen bereits über 60% unserer Bekleidungskollektion nach bluesign Standard her.

Wir befassen uns auch mit dem Thema Fluorcarbone schon seit Jahren und haben dazu sowohl in unseren jährlichen Nachhaltigkeitsberichten, als auch auf unserer Website dazu offen und ehrlich kommuniziert, bspw. hier:

http://www.vaude.com/de-DE/Materialien-Technologien/
http://www.vaude.com/de-DE/Nachhaltigkeitsbericht/

PFC gehören zu einer Gruppe von chemischen Substanzen mit sehr unterschiedlichen Funktionalitäten in der Textil-Industrie und unterschiedlichen Umweltaspekten. Als bluesign Systempartner gilt für unsere Produkte die bluesign Restricted Substance List, die auch die Verwendung von PFC stark reguliert und für die Substanzen, die nicht sowieso unter bluesign verboten sind, strenge Grenzwerte für das Endprodukt vorgibt. Der bluesign Standard ist der strengste textile Standard für Umweltschutz, Verbraucherschutz und Arbeitssicherheit. Er richtet sich immer nach der weltweit besten verfügbaren Technologie.

Wir haben uns bereits vor Jahren klar gegen die Verwendung von PTFE-Membranen in unseren Produkten entschieden (für deren Herstellung PFC benötigt werden) und verarbeiten ausschließlich Membrane aus PE oder PU. Wir machen dies bewusst, obwohl sich Produkte mit PTFE-Membrane am Markt aufgrund der hohen Marketing-Präsenz des größten PTFE-Membran-Herstellers besser verkaufen. Dennoch bietet der Markt bei Membranen eine überzeugende Alternative, wie z.B. Sympatex, welches wir verwenden.

Neben Membranen stellen PFC ein großes Problem für die wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstung (sogenannte DWR „durable water repellency“) von Materialien dar. Die momentan am Markt üblichen DWR können dazu führen, dass Rückstände von PFC in den Produkten gefunden werden. Hierbei handelt es sich meist um PFOA, für das es keinen gesetzlichen Grenzwert gibt, das allerdings unter dem bluesign Standard streng geregelt ist.

Greenpeace hat auch Produkte von VAUDE getestet und darin Rückstände von PFC gefunden. Leider liegen uns die konkreten Testergebnisse der von Greenpeace getesteten VAUDE-Produkte erst seit Veröffentlichung der Studie am Montag vor. Daraufhin haben wir umgehend eigene Analysen in Auftrag gegeben und sind in Kontakt mit unserem Partner bluesign Technologies AG.

Wir können allerdings mit einiger Sicherheit sagen, dass es sich dabei eben um „Rückstände“ von im Produktionsprozess der DWR mit der sogenannten C8-Technologie entstehenden Substanzen handelt, die nicht absichtlich eingesetzt werden.

Obwohl wir intensiv daran arbeiten, existieren im Gegensatz zu Membranen auf dem Markt momentan nach wie vor leider keine PFC-freien DWR, die eine gleichwertige Wasser-, Öl- und Schmutzabweisung beim Endprodukt bieten. Wir haben leider mit PFC-freien Alternativen bisher sehr häufig schlechte Testergebnisse erzielt. Zum einen lassen sich die wenigen auf dem Markt vorhandenen PFC-freien Alternativen in der Serienproduktion noch nicht zuverlässig genug applizieren. Zum anderen lassen die Produkte Wasser und Schmutz nicht einfach „abperlen“, sondern saugen sich an der Oberfläche beispielsweise mit Regenwasser voll, was für den Benutzer des Produktes zu einem klammen, feuchten Gefühl beim Tragen führt.

Die Erwartungshaltung unserer Kunden an die Funktionalität der Produkte ist in diesem Aspekt besonders hoch, aber die Sensibilität für die Umwelt- und Verbraucherschutz-Probleme, die diese DWR mit sich bringen, bislang nicht sehr ausgeprägt.

Bis Ende 2014 gesamte Kollektion PFOA-frei

Trotzdem arbeiten wir mit Hochdruck weiter daran, PFC-freie Alternativen zu finden und schrittweise unsere gesamte Kollektion umzustellen. Bis Ende 2014 werden wir komplett aus der C8-Technologie aussteigen und somit in der gesamten Kollektion dann PFOA-frei sein.

Wir sehen das ganz klar nur als einen Zwischenschritt an auf dem Weg zum kompletten Ausstieg aus PFC. Dies ist unser erklärtes Ziel.

Allerdings möchten wir darauf hinweisen, dass VAUDE ein mittelständisches Familienunternehmen ist und der Einfluss, den wir auf unsere Lieferkette nehmen können, leider nicht besonders hoch ist. Wir arbeiten daher eng mit anderen Unternehmen innerhalb und außerhalb unserer Branche (z.B. chemische Industrie) zusammen, um diese Herausforderung gemeinsam zu lösen.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.


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